Wenn man sich nicht darauf einlässt sich zu verlieren, kann man nichts Neues entdecken

featureimage

Ich versuche jedes Wochenende mindestens 2 TED Talks zu schauen.

Dieses Weekend hat es mir der Vortrag von Uri Alon zum Thema

"Why truly innovative science demands a leap into the unknown"

besonders angetan.

Uri zeigt auf, wie das lineare Denken in der Wissenschaft dazu führt, dass nicht mehr, sondern weniger entdeckt wird. Nur wer sich auch darauf einlässt, sich zu verlieren wird auch mal etwas wirklich Neues (und bahnbrechendes) entdecken.

Wieso lassen sich also nicht mehr Wissenschafter darauf ein? Wegen der vorherrschenden Denkkultur im wissenschaftlichen Umfeld.

Man spricht als Wissenschafter nicht über seine Blockaden, darüber dass man mal absolut keinen Plan hat. Man publiziert nur fertige Resultate und der ganze Weg dazwischen ist mehr oder weniger Geheimniskrämerei.

Wissenschafter werden also erst dann mehr entdecken, wenn eine Denkkultur entsteht, in der sich zu verlieren nicht als "Scheitern", sondern als Chance zum "entdecken" von Neuem gesehen wird.

Genau diese Denkkultur wünsche ich mir auch für die Kommunikationsbranche. In unserer Branche wird immer noch viel zu viel so gemacht wie es immer gemacht wurde.

Warum? Weil man dann genau weiss, wo man damit landet.