Wie McDonald's Starbucks den Rang als die sozialste Restaurantmarke streitig macht

Im Sommer letzten Jahres hat McDonald's Kanada eine Transparenzkampagne gestartet, welche die Wahrnehmung der Fasftood Marke im Web innerhalb nur eines halben Jahres massgebend verbessert hat. Gemäss dem Restaurant Social Media Index von DigitalCoCo hat es McDonald's geschafft innerhalb dieser kurzen Zeit die bisher sozialste Restaurantmarke Starbucks vom Platz eins zu verdrängen.

Erst zuhören, dann persönlich und transparent erklären

Wie hat es McDonald's geschafft seine Wahrnehmung so schnell zu verbessern?

Im Sommer 2012 hat McDonald's Kanada eine Initiative gestartet, um Mythen und Falschinformationen rund um seine Nahrungsmittel aus dem Weg zu räumen. Anstatt dem Thema wie bisher mit kontrollierten und vorproduzierten Inhalten und Massnahmen zu begegenen, hat der Hamburgerriese diesmal das Richtige getan: Zuerst einmal zugehört.

McDonald's hat die Webseite "Our Food. Your Questions" lanciert und sich den echten Fragen und Mythen, echter Konsumenten gestellt. Offen und transparent.

[caption id="attachment_2300" align="alignnone" width="720"]McDonalds: Our Food Your Questions McDonald's: Our Food Your Questions[/caption]

Wie ernst McDonald's diese Initiative nahm, zeigt auch die Ressourcenallokation. Ein 10-köpfiges Team beantwortet seit Sommer 2012 sämtliche Fragen in Form von Texten, Videos und anderen personalisierten Inhalten. Dabei legt das Team besonders Wert darauf die Antworten der Tonalität und dem Kontext der vorgebrachten Fragen anzupassen.

Beispiel 1: Welche Art von Öl verwendet McDonald's für die Zubereitung der Pommes Frites, fragt Armon J. aus Ottawa. Hier die Antwort von McDonald's:

Beispiel 2: Benutzt McDonald's wirklich echte Eier für die Egg McMuffins? Die schauen einfach zu perfekt aus, fragt Chris C. aus Toronto. Das ist die Antwort von McDonald's:

McDonald's hat seine Wahrnehmung so rasch so stark verbessern können, weil die Marke zum ersten mal einen konsequente Beweisführung für Transparenz und persönliche Kommunikation erlebbar gemacht hat.

Das Web kennt keine Ländergrenzen, nur Themengrenzen

Die Kampagne "Our Food. Your Questions" wurde zwar von McDonald's Kanada gestartet, ihre Wirkung hat jedoch weit über die kanadischen Grenzen hinweg ausgestrahlt.

Ein weiteres Beispie dafür, dass das Web keine Ländergrenzen, sondern lediglich Themengrenzen kennt. Etwas, das viele Marketers bei der Konzeption ihrer Online Aktivitäten immer noch zu wenig berücksichtigen.

Es wird spannend sein zu sehen, was der nächste Schritt von McDonald's sein wird. Wenn sie's richtig machen, können sie ihren Platz an der sozialen Spitze der Restaurantbranche halten. Themen und Chancen haben sie genügend.

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